Dienstag, 12. Oktober 2010

Es ist schwer, mit anderen zu fühlen wenn man sich in einem Raum voller Menschen aufhält, sich aber trotzdem einsam fühlt.
Wie soll man denn fühlen, was andere fühlen, wenn man es nie erlebt hat? Wie kann man wahre Liebe nachempfinden, wenn man selber immer einsam ist?

Einsamkeit ist gemein. Ich denke, jeder von uns weiß wie es ist, in seinem Bett zu liegen, die Decke anzustarren und das Gefühl zu haben, der einzige mit den Gedanken, die wir denken, den Träumen, die wir träumen, die Ängste, die wir fürchten und der lonelyness die wir fühlen zu sein.
Es fühlt sich an, als würde das Herz sich zusammenkrampfen und einen schmerzenden Klumpen bilden. Die Lunge scheint ihren Zweck nicht mehr zu erfüllen, denn du hast das Gefühl, nicht richtig atmen zu können. Tränen steigen dir in die Augen und der dringliche Wunsch drängt sich in deinen Kopf, jetzt jemanden zu haben, der neben dir liegt und dich in seinen Armen hält. Jemanden, von dem du weißt, dass er zu dir gehört.
So dass du in einem Raum voller Menschen alle siehst, jedoch nur auf einem deine Augen ruhen lassen kannst.

Einsamkeit grenzt aus. Du bist irgendwo mit Freunden, lachst und redest, aber nichts davon tust du mit Herzen. Du wünschst dir, dass sie es dir in deinen Augen ablesen, dass du nicht wirklich da bist. Dass du zuhörst und es dich gleichzeitig nicht interessiert, dass du mit deinen Gedanken ganz woanders bist, dass dein Herz ein Trauerkloß ist und deine Lunge defekt.
Du blickst in all die glücklichen Gesichter und kannst dir nicht vorstellen, einmal ein Teil von dieser Menge zu sein.
Und all die Zeit hoffst du, dass er auftaucht. Er, der alles gerade rücken wird, er, der dir das Gefühl von Geborgenheit geben wird, er, der alles tun wird, um dich glücklich zu sehen, er, der es dir ansieht, wenn es dir schlecht geht. Einfach er, er, der dir Liebe zeigen wird.
Dann beschleicht dich der Verdacht, dass es diesen einen niemals geben wird. Und wenn es ihn gibt, dann ist er sicherlich nicht für dich bestimmt, sondern für einen anderen von den glücklichen Menschen.

Zu denen du nicht gehörst.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen