Sonntag, 10. Oktober 2010

jetzt bin ich schon vierundzwanzig stunden und neunzehn minuten fünfzehn jahre alt.

was mich darüber nachdenken lässt, wie unwichtig das alter doch ist. fühle ich mich anders als vierundzwanzig stunden und neunzehn minuten vorher?
nein, eigentlich nicht.
also ist das alter doch ziemlich unwichtig. ich denke, nicht das alter definiert die person, sondern die person definiert ihr alter.
so gibt es zum beispiel dreizehn oder vierzehn jährige, mit der erfahrung einer vierzigjährigen. wer kann schon sagen, welcher mensch wie gelebt hat, was gesehen hat, was gefühlt hat und was erlebt hat? nur die personen, die uns gut kennen, einigermaßen zumindest. und dann gibt es vierzigjährige, die immer gut durchs leben gekommen sind, heile familie, wenig liebeskummer, gute freunde, ein mann der sie liebt, schlaue und wohlerzogene kinder. ist diese frau jetzt viel älter von dem her, was sie erlebt hat? wohl kaum.
warum ist das alter dann eigentlich so eine wichtige zahl?
wahrscheinlich, damit die menschen nur noch etwas haben, worüber sie sich ereifern können : der ist doch viel zu alt für die! ; die ist mit einem jüngeren typen zusammen? lächerlich... undsoweiter undsofort - wer kennt es nicht.

ich denke, wir sollten vielmehr nach unseren gefühlen gehen. wenn wir jemanden lieben, der älter als wir, oder jünger, dann ist das egal. dann muss man sich dem anpassen, oder erwarten, dass er sich anpasst. weil ich immer noch fest daran glaube, dass die liebe einen weg findet, immer.
es ist zwar nicht egal, was die anderen sagen, natürlich kann das sehr belasten. aber was macht es denn im endeffekt für einen unterschied? wenn du der person, die du liebst in die augen blickst und in ihren armen liegst, denkst du dann daran, was die anderen sagen, oder daran, wie glücklich du gerade bist, dass du den moment einfangen möchtest, in ein marmeladenglas, und in schlechten zeiten einmal dran schnuppern möchtest?

was soll das ganze theater also immer...


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