Sonntag, 28. November 2010

du hast mich schon so oft verlassen, warum hab ich mich an dieses stumpfe gefühl der leere nicht längst gewöhnt?
wahrscheinlich, weil ich jedes mal denke, dass es dieses mal besser wird, dass wir dieses mal ehrlich miteinander sind, ohne geheimnisse aber mit viel herzlichkeit. ich glaube immer wieder, dass du dich ändern kannst, dass ich mich ändern kann, aber jetzt habe ich eingesehen, dass du dich genauso wenig ändern könntest wie ich. denn dann wären wir noch weniger wir selbst wenn wir miteinander sind, was nicht lange gut gehen würde.
also lass ich dich jetzt deinen weg gehen, auch wenn er dich von mir weg führt. da habe ich mich so lange vor gesträubt aber ich sehe ein, es geht nicht. wir gehen nicht, nicht zusammen.
auch wenn das jetzt schon länger so geht, bist du trotzdem der erste gedanke, wenn mir etwas passiert: das muss ich ihm erzählen! achja, doch nicht. dafür musst du dir jetzt einen neuen besten freund suchen.
aber es gibt kein substitut für dich. schon alleine, weil du selber als ersatz für mich herhalten musstest und es tut mir so leid, dass ich dich benutzt habe um nicht unterzugehen. doch das zeichnet aus, wie viel du eigentlich wert bist.
ich weiß, dass wir uns eigentlich immer gestritten haben, weil wir nicht das sind, was wir brauchen, was wir vom anderen erwarten. trotzdem hatten wir eine schöne zeit und das meine ich ernst. ich habe selten so sehr gelacht, so herzhaft, laut und ehrlich gelacht wie mit dir. jedes mal war es ein stückchen freiheit in gefangenschaft. gefangenschaft, weil wir einfach nicht dazu bestimmt sind, das zu sein, was zu sein wir vorgaben und das hat mich gefangen gehalten, die ganze zeit.
aber jetzt bin ich frei. hätte ich gewusst, wie sehr freiheit schmerzen kann, wäre ich in deinen fesseln geblieben.
und trotzdem: danke

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